Das Hybride Wahlmodell und seine Anwendung im Marketing
In klassischen Wahlmodellen wird davon ausgegangen, dass sich ein beobachtetes Verhalten durch einen nicht näher spezifizierbaren Evaluationsprozess des beobachteten Individuums ergibt. Ist die Aufdeckung dieses Prozesses von Interesse, stoßen reine Wahlmodelle schnell an ihre methodischen Grenzen, da psychologische Größen wie beispielsweise die Wahrnehmung von Konsumenten oder die Einstellung zu Produkten als nicht direkt messbare Variablen nicht ohne Weiteres in die Modellstruktur zu integrieren sind. Der kausalanalytische Ansatz bietet die Möglichkeit der Spezifikation nicht direkt messbarer Größen als latente Variablen und kann folglich Wahlmodelle sinnvoll ergänzen. Bislang werden von vielen Anwendern methodische Ansätze, die latente Variablen untersuchen, und klassische Wahlmodelle als unabhängig voneinander wahrgenommen und eingesetzt. In der vorliegenden Arbeit werdendie Möglichkeiten der Integration von latenten Variablen in klassische Wahlmodelle herausgestellt sowie ein inhaltlicher Einstieg in die Modellierung von Hybriden Wahlmodellen geliefert. Zudem werden mögliche Anwendungsbereiche in der Marketingforschung skizziert.
C10 - Econometric and Statistical Methods: General. General ; C51 - Model Construction and Estimation ; M30 - Marketing and Advertising. General ; Marketing. Other aspects ; Individual Working Papers, Preprints ; No country specification