Der Erfolg einer Genossenschaft Anmerkungen zu Definition, Operationalisierung,Messfaktoren und Problemen
Die Frage, was eine erfolgreiche Genossenschaft kennzeichnet, ist eine ebensoalte wie aktuelle Thematik. Denn Genossenschaften agieren in einer sich wandelnden Welt und daher liegt die Vermutung nahe, dass sich die Art ihres Erfolges ebenso wie dessen Ursachen im Laufe der Zeit geändert haben und wohl auch weiterhin ändern werden.
Gleichzeitig bleiben allerdings auch einige grundlegende Anforderungen und Merkmale dauerhaft konstant. Betrachtet man die derzeit agierenden Genossenschaften, so werden schnell die beiden prägenden Elemente deutlich. Dies ist zum einen die Verpflichtung zur Förderung der Mitglieder - und damit die Ausrichtung an den genossenschaftlichen Prinzipien und zum anderen das Agieren in einem Markt. Darin zeigt sich eine Doppelnatur der Genossenschaften, allerdings anders als von Draheim (1952: 16) gemeint. Draheim bezeichnete mit diesem Begriff den Umstand, dass Genossenschaftenzum einen von Menschen unterhaltene, das Menschliche betonende Personenvereinigungen und zum anderen auf die wirtschaftliche Förderung dieser Menschen gerichtete, demokratisch verfasste Unternehmen sind (Schmale/Blome-Drees 2004: 13). Gleichzeitig sind Genossenschaften, aus leicht veränderter Perspektive betrachtet, aber auch gleichermaßen Selbsthilfeeinrichtungen und Wirtschaftsbetriebe. Dieser Form [...]
L21 - Business Objectives of the Firm ; L22 - Firm Organization and Market Structure: Markets vs. Hierarchies; Vertical Integration ; M14 - Corporate Culture; Social Responsibility ; M21 - Business Economics ; Unincorporated firm ; Individual Working Papers, Preprints ; No country specification