Die Auswirkungen des Steuerentlastungsgesetzes 1999/2000/2002 auf die Jahresabschlußanalyse von Versicherungsunternehmen
Die Gegenfinanzierung für die im Steuerentlastungsgesetz vorgesehenen Steuertarifsenkungen erfolgt durch die Verbreiterung der steuerlichen Bemessunngsgrundlage. Dabei dienen die Versicherungsunternehmen neben den Energieversorgern als die Hauptfinanziers dieser Steuerreform. Die Versicherungsunternehmen werden von diesen steuerrechtlichen Vorschriften, die primär Wirkungen auf die Steuerbilanz und somit auf das zu versteuernde Einkommen der Versicherer entfalten, in mehrfacher Hinsicht negativ tangiert. Aufgrund der Interdependenz zwischen Handels- und Steuerbilanz ergeben sich aus den steuerlichen Neuregelungen Rückwirkungen auf die Handelsbilanz, so daß diese bei der Analyse des handelsrechtlichen Jahresabschlusses nicht außer Acht gelassen werden können. Dabei finden über den Grundsatz der umgekehrten Maßgeblichkeit steuerliche Bewertungen in der Handelsbilanz Eingang, die deren Informationsfunktion neben den ohnehin zur Verfügung stehenden bilanzpolitischen Instrumenten weiter beeinträchtigen.
[Markus Kreeb]<p>Dieses Arbeitspapier ist ebenfalls als Aufsatz erschienen in: Versicherungswirtschaft (2000) 13, S. 938-942.
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