Stellt sich das Investitionsklima für deutsche Unternehmen seit der Krise von 1997/98 in Korea tatsächlich so positiv dar, wie Medienberichte und Wirtschaftszahlen suggerieren oder ist die Entwicklung möglicherweise nur auf einige wenige "Großeinkäufe" deutscher Großunternehmen zurückzuführen? Gibt es Hinweise auf ein insgesamt verändertes Geschäftsverhalten deutscher Unternehmen seit der Krise? Wie schätzen deutsche Unternehmen die Aussichten eines weiteren Koreaengagements ein? Antworten auf diese Fragen sollte ein empirische Studie des Forschungsinstituts für wirtschaftliche Entwicklung im Pazifikraum e.V. bringen, die mit Unterstützung der Gesellschaft für Wirtschaftsförderung Nordrhein-Westfalen auf der Basis einer Fragenbogenaktion im September 1999 erstellt wurde. Die Ergebnisse lassen sich wie folgt zusammenfassen:
1. deutsche Unternehmen haben nach der Krise auf breiter Front Investitionen in Korea getätigt,
2. die Krise war nur ein kurzzeitiger Einbruch und mittelfristig erwartet die überwiegende Mehrheit der Unternehmen eine deutliche Verbesserung ihrer Geschäftsergebnisse,
3. die Geschäftstätigkeit deutscher Unternehmen in Korea hat sich seit der Krise in vielen Bereichen vereinfacht.