Die Abteilungsgliederung als ein Element der Aufbauorganisation stand vor einigerZeit im Mittelpunkt einer Reihe von Optimierungsansätzen. Diese Ansätze konzentriertensich in der Regel auf einzelne Zielsetzungen. In den letzten Jahren ist dasThema jedoch kaum weiterentwickelt worden. Dieser Beitrag wählt einen vergleichsweiseumfassenden Ansatz hinsichtlich der organisatorischen Ziele: als zu beachtendeZielsetzungen der Abteilungsgliederung werden Koordinationseffizienz, AnreizundAnforderungskompatibilität identifiziert. Danach wird auf Basis eines Ansatzesvon Müller-Merbach (1973) ein eigenes Modell zur optimalen Abteilungsgliederungabgeleitet, das die zum Teil konkurrierenden Zielsetzungen in einer Zielfunktion integriert.Dieser Ansatz ermöglicht es, gegensätzliche Wirkungen zunehmender Untergliederungin Abteilungen hinsichtlich Koordinationseffizienz, Anreiz- und Anforderungskompatibilitätgegenüber zu stellen und die Bedeutung dieser Wirkungen inverschiedenen organisationsspezifischen Situationen durch Anpassung der Variablenausprägungenzu untersuchen. Weil von einer heterogenen Partition vonAufgabenbereichen ausgegangen wird, ergeben sich nicht nur Aussagen zuroptimalen Abteilungsanzahl, sondern auch zur optimalen Kombination. TypologischeAussagen der Organisationstheorie können durch das Modell nachvollzogen unddetailliert werden.