Summary: Die Bedeutung von Risikokapital für innovative Industrien wurde in der Literatur vielfach hervorgehoben. Der vorliegende Beitrag stellt die Entwicklungen des deutschen Risikokapitalmarktes für Biotechnologie im Zeitraum 1995-2005 dar und geht auf regionale Unterschiede ein. Der Risikokapitalmarkt wurde deutlich durch den Börsenboom Ende der neunziger Jahre und den darauf folgenden Zusammenbruch des Neuen Marktes beeinflusst. Ende 2003 zeichnete sich ein Aufwärtstrend der Risikokapitalinvestitionen für Biotechnologie in Deutschland ab, der sich im Jahr 2005 - gemessen an abgeschlossenen Finanzierungsrunden - fortsetzen konnte. Zudem neigen Beteiligungsgesellschaften in jüngster Zeit verstärkt dazu, ?Later Stage?-Investitionen größeren Volumens in eine geringere Anzahl an Unternehmen vorzunehmen. Regionale Schwerpunkte der Risikokapitalinvestitionen bilden die großen deutschen Bioregionen BioTOP (Berlin/Brandenburg), BioM (München/Martinsried), Rhein-Neckar-Dreieck (Heidelberg/Mannheim) und Rheinland (BioRiver/BioIndustry), welche auch die größten Volumen pro Unternehmen einwerben konnten. Im Rahmen von BioRegio geförderte Unternehmen konnten in fast allen Jahren durchschnittlich mehr Risikokapital pro Unternehmen einwerben als nicht geförderte.

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