Markt und Organisation : Programmatische Überlegungen zurWirtschafts- und Unternehmensethik
Dieser Beitrag skizziert das ordonomische Forschungsprogramm einer ökonomischen Theorie der Moral und stellt die Grundzüge einer mit dieser Methode arbeitenden Wirtschafts- und Unternehmensethik vor: Die Ordonomik versteht sich als eine rationalchoice-basierte Analyse der Interdependenz von Sozialstruktur und Semantik. Sie betreibt Ethik mit ökonomischer Methode. Gestützt auf die sozialstrukturelle Analyse sozialer Dilemmata, besteht die theoretische Grundfigur in einer orthogonalen Positionierung zu den geläufigen Trade-Off-Vorstellungen eines Wertekonflikts zwischen Eigeninteresse und Moral. Die Wirtschaftsethik fragt, wie sich das Eigeninteresse wirtschaftlicher Akteure für moralische Anliegen in Dienst nehmen lässt. Die Unternehmensethik fragt genau spiegelbildlich, wie sich moralische Bindungen für das wirtschaftliche Eigeninteresse in Dienst nehmen lassen. Aus einer solchen Perspektive erscheint Moral als ein Produktionsfaktor.<vr>
A12 - Relation of Economics to Other Disciplines ; A13 - Relation of Economics to Social Values ; D63 - Equity, Justice, Inequality, and Other Normative Criteria and Measurement ; D74 - Conflict; Conflict Resolution; Alliances ; M14 - Corporate Culture; Social Responsibility ; Management and business planning. General ; Individual Working Papers, Preprints ; No country specification