Ausweitung der in der Rentenversicherung anrechenbaren Kindererziehungszeiten: Mütter pausieren nicht länger vom Job
Einer der Gründe, weshalb Frauen meist geringere Rentenansprüche haben als Männer, sind familienbedingte Auszeiten vom Beruf. Um dies abzumildern, rechnet die Gesetzliche Rentenversicherung Kindererziehungszeiten an, während derer Frauen Rentenanwartschaften erwerben, obwohl sie nicht in die Rentenversicherung einzahlen. Dies soll den Müttern eine weitgehend eigenständige Alterssicherung garantieren. Die zusätzlichen Entgeltpunkte aufgrund der Kindererziehungszeiten könnten Mütter jedoch auch dazu veranlassen, längere Erwerbsunterbrechungen nach der Geburt einzulegen oder früher in Rente zu gehen. Auf diese Weise würden die Rentenansprüche für Mütter dann wieder reduziert. Wie genau wirkt sich eine großzügigere Berücksichtigung von Kindererziehungszeiten also auf die Erwerbsunterbrechung von Frauen nach der Geburt aus? Das DIW Berlin hat dies in der vorliegenden Studie anhand der Rentenreform des Jahres 1992 auf Basis kombinierter Daten der Deutschen Rentenversicherung und der Bundesagentur für Arbeit untersucht. Damals wurde die Kindererziehungszeit von einem Jahr auf drei Jahre ausgeweitet. Das zentrale Ergebnis: Die Reform hat nicht dazu geführt, dass Frauen die Dauer ihrer Erwerbsunterbrechung nennenswert verändert haben.
| Year of publication: |
2015
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| Authors: | Haan, Peter ; Thiemann, Andreas |
| Published in: |
DIW Wochenbericht. - Berlin : Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung (DIW), ISSN 1860-8787. - Vol. 82.2015, 47, p. 1119-1125
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| Publisher: |
Berlin : Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) |
| Subject: | natural experiment | female labour supply | pension benefit |
Saved in:
| Type of publication: | Article |
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| Type of publication (narrower categories): | Article |
| Language: | German |
| Other identifiers: | 839995598 [GVK] hdl:10419/123277 [Handle] |
| Classification: | J13 - Fertility; Family Planning; Child Care; Children; Youth ; H55 - Social Security and Public Pensions ; D19 - Household Behavior and Family Economics. Other |
| Source: |
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