Summary: Zusammenfassende Schlussfolgerungen und Empfehlungen auf der Grundlage der Vorträge und Diskussionen anlässlich des Workshops über die Bewirtschaftung von Tiefseebeständen am 22. November 2007 in Brüssel. Die besondere Schutzbedürftigkeit von Tiefseefischarten und Tiefseeökosystemen gegenüber der Fischerei hat die Europäische Kommission und die EU-Mitgliedstaaten veranlasst, zulässige Gesamtfangmengen (TAC) für die Hauptzielarten festzulegen, den Fischereiaufwand zu verringern, die Kapazität der Fischereifahrzeuge zu begrenzen und zusätzliche technische Maßnahmen wie Sperrzonen festzulegen. Die Wirksamkeit der derzeitigen Bewirtschaftung ist umstritten, wobei die Mehrheit der Akteure anerkennt, dass weitere Anstrengungen unternommen werden sollten, um den Schutz- und Vorsorgewert der bestehenden Regelung zu erhöhen. Wissenschaftlich gesehen ist die Datenlage zur Tiefseefischerei nach wie vor unzureichend. Die am Workshop teilnehmenden Sachverständigen und Politiker erörterten Maßnahmen zur Verbesserung des Wissens über den Zustand der Bestände und über den Einfluss der Fischerei auf die Ökosysteme sowie Bewirtschaftungsmaßnahmen zur Begrenzung des Fischereiaufwands (und möglicherweise ein Verbot der Schleppnetzfischerei in Tiefen von mehr als 2000 m), eine bessere Überwachung der Anlandungen und der Rückwürfe (die ein Verbot der Rückwürfe einschließen kann), die Bewirtschaftung von mehr Arten, für die TAC gelten (um falsche Meldungen und die Entwicklung neuer Fischereien zu verhindern), die Verbesserung der Qualitätskontrolle von Probenahmeplänen und Probenahmeleistung der Mitgliedstaaten, die Aufstockung der finanziellen Mittel für Forschungserhebungen zur Bereitstellung von Daten für die Abstimmung von Bewertungen, die Förderung einer besseren Verfügbarkeit von mit Schiffsüberwachungssystemen (VMS) gewonnenen Daten und die Festlegung von Sperr- und Schutzgebieten.
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128 p.
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