Summary: Die Krise hat sowohl die Weltwirtschaft als auch die europäischen Volkswirtschaften in Mitleidenschaft gezogen und damit zwischen 2008 und 2012 in den EU-Mitgliedstaaten und Norwegen tief greifende Veränderungen der Arbeitsbeziehungen und Arbeitsbedingungen nach sich gezogen. Hinsichtlich der Arbeitsbeziehungen ist in vielen Ländern ein zunehmender Trend zur Dezentralisierung zu beobachten, und der Tarifvertrag an sich ist eindeutig gefährdet. Im Hinblick auf die Arbeitsbedingungen gibt es weniger Arbeit, weniger Fortbildung und weniger Arbeitsplatzsicherheit. Die Wahlmöglichkeiten sind geringer, und die Karrieremobilität nimmt ab. Auffallend ist, dass Männer im Hinblick auf die Arbeitsbedingungen in stärkerem Maße betroffen waren als Frauen, was teilweise auf die besonderen Auswirkungen der Krise auf die männlich dominierten Wirtschaftszweige - verarbeitendes Gewerbe und Baugewerbe – zurückzuführen ist. Hinsichtlich der positiven Veränderungen ist die Zufriedenheit mit dem Arbeitsplatz gestiegen, da die negativen Auswirkungen der zunehmenden Arbeitsplatzunsicherheit durch die Zufriedenheit, noch einen Arbeitsplatz zu haben, ausgeglichen wurden.
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