HWWI. [Autoren: Sven Bode; Silvia Stiller; Jan Wedemeier]
Die vorliegende Studie befasst sich mit den Ursachen des Klimawandels und gibt einen Überblick über mögliche Konsequenzen der sich ändernden klimatischen Bedingungen, ohne jedoch ein vollständiges Lösungsschema für den Umgang mit den Herausforderungen des vom Menschen verursachten Klimawandels präsentieren zu können. Von besonderer Relevanz hinsichtlich potentieller sozioökonomischer Auswirkungen des Klimawandels ist, dass diese regional höchst unterschiedlich ausfallen werden. Dies gilt sowohl für Regionen in unterschiedlichen Teilen der Erde als auch für unterschiedliche Regionen innerhalb von Ländern, auch in Deutschland. Handlungsmöglichkeiten zur Reduktion der potentiellen negativen Effekte des Klimawandels lassen sich grundsätzlich in die Anpassung an den Klimawandel sowie die Vermeidung von Treibhausgasemissionen unterscheiden, wobei auf Grund der Trägheit des Klima systems die Anpassung an die negativen Auswirkungen des Klimawandels in Zukunft an Bedeutung gewinnen wird. Denn selbst wenn es gelänge, auf Basis eines globalen Konsenses die Treibhausgasemissionen kurzfristig massiv zu senken, würde der Klimawandel über viele Jahrzehnte bzw. Jahrhunderte weiter voranschreiten. Unter den Politiken und Maßnahmen zur Reduktion der Treibhausgase nimmt der Emissionshandel eine immer bedeutendere Rolle ein. Eine detailliertere Analyse des Instruments zeigt, dass trotz der klaren theoretischen Fundierung des Konzepts eine Vorhersage der mittel- bis langfristigen Preise von Emissionsrechten schwierig bleibt. Zu sehr stehen wesentliche Parameter wie Emissionsziele oder Vermeidungskosten in einem komplexen Wirkungsgefüge und unter dem Einfluss der politischen Ökonomie.