Bias in Beta und Performancemessung mittelsJensens Alpha
Paradoxerweise kann sich die über das Jensen-Maß quantifizierte Performanceeines Investmentfonds verschlechtern, wenn der jeweilige Fondsmanager zusätzliche In-formationen erhält, auch wenn er diese im Interesse der Investoren zu nutzen gedenkt.Rechnerisch ist für dieses Phänomen eine Verzerrung in der Messung eines Regres-sionsparameters β verantwortlich, deswegen die Bezeichnung Bias-in-Beta-Phänomen.Inhaltlich deutet das Vorliegen dieser Verzerrung auf die Inadäquanz des Ansatzes qua-dratischer Risikonutzenfunktionen für Investoren hin, die ihrerseits die Rechtfertigung füreine Performancebeurteilung über das Jensen-Maß darstellen. Das Bias-in-Beta-Problemkann folglich nur auftreten, wenn die Betrachtung von Performancemaßen auf der Grund-lage quadratischer Risikonutzenfunktionen generell nicht zulässig ist.