Die Ermittlung des Conversion Factors im Futures-Handel
Börsengehandelte Termingeschäfte sind durch eine starke Standardisierung der Verträge geprägt,die sich auch auf das zu liefernde Basisinstrument erstreckt. Mit Auflegung eines Terminkontraktswerden die Wertpapiere benannt, die der Erfüllung des Geschäfts dienen können.Weicht deren Ausstattung von den in den Futures festgelegten Spezifikationen ab, so wird einWertausgleich über den so genannten Conversion Factor erzielt. Der Beitrag geht der Frage nach,wie dieser Ausgleich aus theoretischer Sicht durchgeführt werden sollte. Anschließend werdenschrittweise Restriktionen eingeführt, die letztlich auf die an der deutschen Terminbörse Eurexverwendeten Formeln führen. Diese Vorgehensweise ermöglicht auf jeder Stufe die Qualität derAnnahmen zu beurteilen. Verzerrungen, die dadurch entstehen, dass die Annahmen verletzt sind,lassen sich im Rahmen einer duration-basierten Analyse ermitteln. Die ökonomischen Konsequenzenwerden auf der Grundlage der Arbitragetheorie erläutert.