Lieferantenportfolio-Management unter Berücksichtigung von Diversifikationseffekten: Ein Vorgehensmodell am Beispiel von IT-Services
Serviceorientierte Architekturen ermöglichen, dass die IT-Unterstützungvon Prozessen als Portfolio aus einzelnen IT-Services verschiedener Lieferanten entworfenwerden kann. Die Gestaltung der Prozesse erfolgt dabei durch Auswahlentscheidungenzwischen potenziell einzubeziehenden IT-Services. Dabei werden in vielen Unternehmen inimmer kürzeren Abständen eine Vielzahl von Anforderungen zur Investition in IT-Servicesformuliert. Allerdings übersteigt der Umfang der gewünschten Investitionen i.d.R. das zurVerfügung stehende Budget. Somit stehen Unternehmen vor der Herausforderung, dasbegrenzte Budget auf die Investitionen in die erfolgversprechendste Kombination aus ITServiceszu allokieren. Dies ist jedoch ohne methodische Unterstützung kaum möglich.Zudem erfolgt die Allokation oftmals intuitiv und in Abhängigkeit von der IT-Affinität derEntscheidungsträger. Deshalb wird ein quantitatives, mehrperiodiges Vorgehensmodell zurMaximierung des Unternehmenswertes im Sinne einer wertorientiertenUnternehmensführung entwickelt, das die Abhängigkeiten der periodischenAuswahlentscheidungen berücksichtigt. Anschließend wird ein Entscheidungskalkül zurheuristischen Lösung des Auswahlproblems vorgestellt und die Anwendung an einemFallbeispiel veranschaulicht.[...]