Messung und Bewertung sozialer Folgelasten für die Geberländerdes Euro-Rettungsfonds
Im Frühjahr 2010 hat die Eurokrise mit dem drohenden Staatsbankrott von Griechenland und Irland einen Höhepunkt erreicht. Durch hohe Milliardenkredite an diese zwei Mitgliedsländer hat die Europäische Union einen Rettungsschirm (750 Mrd. Euro) aufgespannt, unter anderem deshalb, weil ähnliche Schockwellen wie beim Zusammenbruch der US-Bank Lehman Brothers befürchtet wurden und ein Zusammenbruch der Gemeinschaftswährung Euro vermieden werden sollte. Während diese solidarische Handlung der wirtschaftlich stabileren Ländern der Europäischen Gemeinschaft damals alternativlos erschien, hat sich die Situation in beiden Ländern bislang nicht entscheidend geändert. Die internationale Ratingagentur Moody’s hat Griechenland erheblich zurück gestuft und damit Zweifel angemeldet, dass dessen Sparprogramm tatsächlich umsetzbar ist.1 In 2010 ist die Staatsverschuldung Griechenlands (bei gleichzeitiger Schrumpfung der Wirtschaft um 4,5%) von 127% des Sozialproduktes auf 148% gestiegen2. Neue Maßnahmen der EU sind im Februar und März 2011 diskutiert und beschlossen worden: Ein Europäischer Stabilitätsmechanismus (ESM) soll ab 2013 den vorläufigen Rettungsschirm aus dem Vorjahr ablösen. Der EU-Krisenfond wird ab 2013 auf 500 Mrd. Euro verdoppelt; nach Jean-Claude Juncker, Vorsitzender der Eurogruppe, beziffert diese Zahl die „effektive Ausleihkapazität“, und sie ist nach Madame Lagarde, der französischen Wirtschaftsministerin, „eine vernünftige Zahl“.
Special business administration ; Management of financial services: stock exchange and bank management science (including saving banks) ; Individual Working Papers, Preprints ; No country specification