Portfolio- und Kapitalmarkttheoriebei dualem Risiko
Es wird das klassische (Markowitz-) Portfolioselektionsproblem unter Berück-sichtigung einer verallgemeinerten Risikokomponente behandelt. Zu diesem Zweck wird ein soge-nanntes duales Risikomaß entwickelt, das auf der Dual Theory of Choice von Yaari (1987) beruht.Die aus dem allgemeinen Erwartungswert-Risiko-Prinzip entwickelten Empfehlungen für die Portfo-liotheorie werden in einem weiteren Schritt für die Ermittlung einer verallgemeinerten Variante desCapital Asset Pricing Model genutzt. Zur Begründung der Relevanz einer auf diese Weise vorlie-genden Portfolio- und Kapitalmarkttheorie werden folgende Sachverhalte nachgewiesen: Die dualeRisikokomponente besitzt analoge Eigenschaften wie die Standardabweichung, und demnach verfügtdas entwickelte Erwartungswert-Risiko-Prinzip über die gleiche Anschaulichkeit wie das µ−σ-Prinzip.Das Erwartungswert-Risiko-Prinzip kann nutzentheoretisch fundiert werden, wobei zusätzlich dersinnvolle Sachverhalt einer fallenden absoluten Risikoaversion gewährleistet ist.