Wo investieren Distressed-Securities-Hedgefonds? Ein Asset-Based Style-Faktorenmodell
In dieser Arbeit werden die systematischen Risiken von Distressed-Securities-Hedgefonds untersucht. Es finden sich vier Faktoren, die das systematische Risiko dieser Strategiegruppe weitgehend erklären: Das sind die Renditen zweier Optionsstrategien, (1.) einer Short-Put-Positionen auf einen Aktienindex sowie (2.) einer Short-Straddle-Positionen auf einen Anleiheindex. Des Weiteren besteht (3.) ein Exposure gegenüber den Renditen eines Spread-Faktors, der die Renditedifferenz eines High-Yield-Index über zehnjährige USStaatsanleihenwiderspiegelt sowie (4.) gegenüber Aktientiteln, die eine geringe Marktkapitalisierung aufweisen. Die Rendite- und Risikoeigenschaften von Distressed-Securities-Hedgefonds lassen sich durch eine Linearkombination dieser vier Faktoren gut nachbilden. Dieses Asset-based Style-Faktorenmodell zeigt eine gute Erklärungskraft für die Strategierendite im Zeitablauf. Das Faktorenmodell könnte zur Konstruktion strategiespezifischer Benchmarks eingesetzt werden, woran sich beispielsweise die Entlohnung des Fondsmanagements orientieren kann. Ferner kann mit Hilfe des Modells eine Abweichung des Fonds vom deklarierten Anlagestil erkannt werden. Unsere Ergebnisse sind nicht nur für Investoren, sondern auch für Aufsichtsbehörden relevant, die derzeit intensiv über die Möglichkeiten einer Regulierung dieser Fonds diskutieren.
G10 - General Financial Markets. General ; G2 - Financial Institutions and Services ; Corporate finance and investment policy. General ; Individual Working Papers, Preprints ; No country specification