Zwischen Welthandel und kultureller Vielfalt : Welchen Spielraum lassen WTO und UNESCO für die Regulierung der audiovisuellen Medien?
Wenn wir uns fragen, was im globalen Markt der bestimmende Ordnungsrahmenist, dann ist es neben dem Regelwerk der Weltfinanzmärkte vor allem die Welthandelsordnung.Beides sind Handelsregime mit der formalen Zielsetzung einesfreien Marktzugangs und der Öffnung der Wettbewerbsbedingungen für Anbieteraller WTO-Mitgliedsstaaten - zurzeit 149.Am Ende aber steht etwas anderes: die Frage, wie sich Kultur und Wirtschaftgrundsätzlich zueinander verhalten. Diese Frage treibt die 190 Mitgliedsstaatender UN-Kulturorganisation UNESCO seit fünf Jahren um: Wäre die Idee des freienMarktes und das entsprechend geschaffene Regime ökonomischer Ziele mit seinenVerpflichtungen zur fortschreitenden Liberalisierung im Interesse einer sozialenKohäsion nicht um ebenso selbstverständliche kulturelle und soziale Ziele iminternationalen Recht zu ergänzen?...