Allokation der Ausfälle von Studiengebührendarlehen
In naher Zukunft werden rund 1,5 Millionen Studierende in DeutschlandStudiengebühren entrichten müssen, da mittlerweile acht Bundesländer deren Erhebungbeschlossen haben. Die Bundesländer sind – nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts– bei Erhebung von Studiengebühren zur Schaffung von sozialverträglichen Darlehensangebotenan ihre Studierenden verpflichtet. Bei diesen Darlehen ist jedoch mit erheblichenRückzahlungsausfällen zu rechnen, die voraussichtlich von den Hochschulen getragenwerden müssen. Es stellt sich die Frage, welche axiomatischen Anforderungen an eine faireAllokation der Ausfälle auf die Hochschulen zu stellen sind und wie entsprechende Modellegestaltet werden können. Mögliche Lösungsansätze reichen von einem „Marktmodell“, beidem die betrachtete Hochschule alle entstehenden Ausfälle eigenverantwortlich trägt, bis hinzu einem „Sozialismusmodell“, bei dem die Ausfälle über alle beteiligten Hochschulen gleichverteilt und somit vollständig kollektiv getragen werden. Schließlich wird in einem „Lenkungsmodell“eine axiomatisch fundierte faire Umverteilungsfunktion vorgestellt, die eineKombination aus Markt- und Sozialismusmodell ermöglicht. Der Beitrag richtet sich zugleichan die betriebswirtschaftliche Praxis, die Wissenschaft und die Politik....
Corporate finance and investment policy. Other aspects ; Management of financial services: stock exchange and bank management science (including saving banks) ; Individual Working Papers, Preprints ; No country specification