Gesundheitsreform, Versorgungsqualität undKostenentwicklung: Das Beispiel ImplantierbarerCardioverter Defibrillatoren
Die Gesundheitsreformen haben in der Vergangenheit immer auch dasZiel verfolgt, die Kosten im Gesundheitswesen zu senken ohne damitdie Versorgungsqualität zu verschlechtern. Dabei wurden und werdenallerdings zumindest in der öffentlichen Debatte zu undifferenziert derUnterschied zwischen den Gesundheitskosten insgesamt und den Fallkosten,zwischen der Einnahmeseite und der Ausgabenentwicklung undinsbesondere die Allokation der Mittel vernachlässigt. Wenn aber unklarbleibt, über welche Aufwände gesprochen wird, welche Kostengesenkt werden sollen und wie Aufwand und Wirkung miteinander insVerhältnis gebracht werden, besteht das Risiko von Fehlsteuerungenund Fehlentwicklungen. Das notwendige Ziel zur kontinuierlichenVerbesserung der Effizienz wird dann leicht verfehlt; stattdessen wachsenlediglich die Risiken in Richtung einer Leistungsminderung. AmBeispiel der Versorgung von Patienten mit lebensbedrohlichen Herzerkrankungensoll dieser Beitrag aufzeigen, wie durch organisatorischeLösungen der Zielkonflikt zwischen Versorgungsqualität und Kostenkontrollegelöst werden kann. Zunächst werden hierzu kurz verzerrteWahrnehmungen für Lösungen der Gesundheitsreform skizziert...